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Sonntag, 14. April 2019

Kleiner Rückblick der Materialauswahl

Nachdem wir jetzt fast 4 Monate in unserem Häuschen wohnen, ist ein kleiner Rückblick über die Auswahl einiger Materialien angesagt.

Fliesen

Für Bad, Gäste-WC und Hauswirtschaftsraum hatten wir uns Fliesen in Holzoptik ausgesucht:

Rein optisch sind die Fliesen wirklich der Knaller - gerade die Kombination aus Braun und Creme im Bad lassen das Bad warm aber zugleich edel wirken.
Aber ich bin froh, dass wir die Fliesen nicht komplett im Erdgeschoss verlegt haben - dies stand durchaus zur Debatte (siehe "Bodenbelag").
Warum? Die Fliesen sind wirklich so naturecht wie möglich gefertigt. Das bedeutet aber auch, dass die Oberfläche nicht glatt ist, sondern Riefen und Unebenheiten aufweist - wie naturechtes Holz. Dies führt dazu, dass das Putzen der Fliesen nicht ganz so viel Spaß macht. Wenn ich mir die Fläche des Erdgeschosses vorstelle, die ich nass wischen müsste. Puh. Ich bin froh, dass wir uns dagegen entschieden haben.
Für das Bad bleibt die Wahl aber "der Knaller" - und bei der kleinen Fläche drückt man beim Putzen auch ein Auge zu.

 

Bodenbeläge

Nach langem Überlegen fiel unsere Wahl beim Bodenbelag ja auf ein Bio-Vinyl des Unternehmens Wineo (siehe "Bodenbelag").

Hier sind wir nach wie vor total happy mit unserer Wahl. Die Böden sind nicht nur superangenehm am Fuß, sondern vor allem sehr pflegeleicht.
Das einzige, was ich beim nächsten Mal anders machen würde, wäre einen anderen Bodenleger zu engagieren. Das ist aber eine andere Geschichte und dafür kann das Bodenmaterial nichts. 😀

Wände

Wir haben die Wände in Q2 gespachtelt bekommen und anschließend wurde Malervlies aufgetragen. Für die Wandfarbe hatten wir uns für ein Produkt der Firma Caparol entschieden - CapaSilan.
Hier gibt es ein lachendes und ein weinendes Auge. Prinzipiell sind wir mit den Innenwänden sehr glücklich, die Farbe ist wirklich top.
Jetzt kommt das "Aber": Wir haben Wandlampen, die ein schönes, atmosphärisches Licht in einem Kegel nach oben und unten abgeben.
Und das Licht der Wandlampen verzeiht wirklich gar nichts. Man blickt auf die Wand und sie sieht einfach tadellos und perfekt aus. Schaltet man die Lampe ein, fällt jede noch so kleine Unregelmäßigkeit der Wand auf, welche man vorher nicht gesehen hat.
Im Nachhinein betrachtet, hätten wir hier auf eine bessere "Q"-Spachtelqualität Wert legen sollen.

Lüftung

Wie an vielen Stellen im Blog ausführlich berichtet, war unsere Planungs- und Beratungsphase eine Katastrophe. So wurden wir auch nicht über die verschiedenen Möglichkeiten der Innenbelüftung informiert und/oder beraten und es wurde der Standard verbaut. Ganz laienhaft beschrieben wird eine Bohrung durch die komplette Wand vorgenommen und innen und außen ein Lüftungselement aufgesteckt.
Zum einen sieht es nicht nur "formschön" aus - dadurch, dass es nah an den Fensterrahmen sitzt, kommt es bei der Planung/Gestaltung von Gardinen ziemlich in die Quere. Im Inneren läuft nonstop ein Lüfter - aber nicht gleichmäßig. Der Lüfter dreht hoch, läuft ein paar Sekunden in eine Richtung, dreht runter, bleibt stehen, um dann wieder in die andere Richtung anzulaufen. Man gewöhnt sich dran, aber empfindliche Leute wird das stören. Nachts zum Schlafen schalten wir die Lüfter der oberen Etage ab. Bin gespannt, wie das im Sommer wird.
Hätten wir genauere Details dieses Lüftungssystems gekannt, hätten wir gerne Alternativen gehört und gezeigt bekommen. Tja...

 

Dusche

Wir haben recht lange diskutiert, ob wir eine bodengleiche Dusche als Zusatz bestellen sollen oder eine "normale" Dusche mit Duschwanne. Es ist letzteres geworden - und das ist gut so! Die modernen Duschwannen sind so niedrig, dass man quasi von bodengleich sprechen kann. Die Keramik ist deutlich pflegeleichter als Fliesen - und wenn ich da an die Holzoptik-Fliesen denke...
Wir haben hier die Standardausstattung mit dem Zusatz einer größeren Duschkabine (1m) genommen. Die Glaskabine bietet ausreichend Platz, ist qualitativ hochwertig und pflegeleicht. Alles richtig gemacht.
Im nächsten Haus (oder der nächsten größeren Renovierung) gibt es lediglich noch einen großen Deckenduschkopf dazu. 😉

 

Dachfenster

Die Zusatzkosten für die großen Dachfenster haben wir nicht bereut. Die Räume wirken dadurch freundlich und sind lichtdurchflutet. Auch die Elektro-Außenjalousien dazu waren eine gute Wahl. Wenn die Sonne draußen auf die Südfenster brennt, lassen wir die Jalousien runter und somit die Wärme draußen. Auch hier keinen Cent bereut.

Das war es erst einmal, wird vielleicht fortgesetzt.

Freitag, 16. November 2018

Decken geschlossen und alles verspachtelt

Der Trockenbauer ist soweit fertig und hat sowohl die Decken geschlossen, die Sanitär-Installationswände fertiggestellt und alles gespachtelt.

Wir haben heute das Werk begutachtet sind jedoch nicht zufrieden mit der ausgeführten Qualität. Laut  unterschiedlichster Quellen bedeutet Q2 (hier eine schöne Formulierung von gutachten.net):
Ziel der Verspachtelung ist es, den Fugenbereich durch stufenlose Übergänge der Plattenoberfläche anzugleichen. Gleiches gilt für Befestigungsmittel, Innen- und Außenecken sowie Anschlüsse.

Die Verspachtelung nach Qualitätsstufe 2 umfasst:
  • die Grundverspachtelung Q1, das Nachspachteln (Feinspachteln, Finish) bis zum Erreichen eines stufenlosen Übergangs zur Plattenoberfläche.
  • Dabei dürfen keine Bearbeitungsabdrücke oder Spachtelgrate sichtbar bleiben. Falls erforderlich, sind die verspachtelten Bereiche zu schleifen. 
Wenn wir uns die Wände/Decken im Haus anschauen, entspricht das Ergebnis leider nicht dieser Vorgabe. 😒
Ein Punkt für den Gesprächsbedarf mit dem Bauleiter am Montag.

Zwei weitere Ärgernisse gibt es leider zusätzlich.

Maler vs. Elektriker

Der Trockenbauer hat alle Decken geschlossen - das bedeutet auch, dass die ganzen Kabel für die Deckenspots im Obergeschoss unter der Decke verschwunden sind. Ebenso wie die Kabel für die elektrischen Außenrollos. Die Auslässe der Steckdosenvorbereitungen sind verputzt worden, es stehen nur noch kleine Käbelchen aus der Wand heraus an denen ersichtlich ist, wo die Steckdosen sitzen.
Nun das Ärgernis: Der Maler will übernächste Woche anfangen. Sobald hier die Wände feingespachtelt, abgeschliffen und mit Malervlies versehen sind, sind die Wände fertig (kommt natürlich noch der Anstrich drauf) und die sichtbaren Stellen für die Steckdosen verschwunden.
Hier haben wir erst wieder mit dem Elektriker diskutieren müssen, damit er jemanden auf die Baustelle schickt, um die Einsätze vorher freizulegen.
Wir haben natürlich wenig Lust, dass der Elektriker die fertige Wand wieder durchbohrt bzw. munter ein Suchspiel nach den Dosen startet. Gängige Aussage der Handwerker, wenn man "keinen Bock" hat, scheint sowieso zu sein: "Muss sich der Maler drum kümmern".
Ist doch einfach, wenn quasi der letzte in der Kette alles ausbaden soll, wozu andere keine Lust hatten.

Abwasserkanal

Zu Beginn der Bauarbeiten am Haus wurde auf der Gemeinde der Kanalplan angefordert. Hier wurde die Aussage getätigt, dass alle Anschlüsse da seien und "unser" Anschluss nur noch von unserem Grundstück zum Kanalanschluss geführt werden muss.
Bei jetziger nochmaliger Nachfrage hat sich jedoch ergeben, dass KEIN Anschluss im öffentlichen Bereich da ist. Hier ist wohl ein Fehler in den Unterlagen der Gemeinde.
Nach einem wahnsinnigen Schreck (Hallo? Wir wollen in 4 Wochen umziehen???) hat die Gemeinde mitgeteilt, dass der Anschluss in der nächsten Woche gebaut/verlegt wird.
Entsprechend können die Arbeiten auf unserem Grundstück erst ab KW48 erfolgen. Ui, ui, das wird knapp. 😓

Der Adrenalinpegel bleibt also oben bzw. steigt...

Gespachtelter Abstellraum - Wand ....

...und Decke

Versorgungsanschlüsse im HWR: Gas, Wasser, Telekom

Gäste-WC Installationswand

Küche

Decke und Spots im Wohnzimmer

Nun haben wir auch eine Klappe und Treppe zum Spitzboden!

Hausflur

Flur oben mit Dachfenster

Schlafzimmer

Schlafzimmer

Duschwand mit Ablage

Installationswand für WC im Bad

Installationswand für Waschbecken im Bad